Merkmale des Verfahrens
Einsatzgebiete
Wirksamkeit
Erhöhte Lebensdauer der Bohrbrunnen
Investitions- und Betriebskosten
Wartung
Umweltrelevante Belange
Stand der Technik
Der Einsatz der unterirdischen Enteisenung und Entmanganung erfolgt bei Bohrbrunnen im so genannten Lockergestein (Sand / Kies).
Dabei spielt die Tiefe der Bohrbrunnen keine entscheidende Rolle.
Die UEE kann für alle Leistungsbereiche von der Haushaltsanlage bis hin zur Großwasserwerkstechnik gleichermaßen gut und wirtschaftlich eingesetzt werden.
Der Reaktionsraum ist um ein Vielfaches größer als das Volumen eines herkömmlichen oberirdischen Filters und arbeitet
vorteilhaft nach dem Gegenstromprinzip mit der Förderung des Grundwassers zum Brunnen hin und der Infiltration des sauerstoffreichen Wassers in entgegengesetzter Richtung.
Mit den sich daraus ergebenden optimalen Aufbereitungsbedingungen wird eine extrem hohe Wirksamkeit erzielt.
Grundwässer mit bis zu 50 mg/l Eisen und bis zu 12 mg/l Mangan wurden bereits problemlos aufbereitet.
Gleichzeitig mit der Entfernung von Eisen und Mangan wird auch Ammonium reduziert und Arsen entfernt.
Die Frage nach dem Verbleib der Eisen- und Manganoxide ist bei der unterirdischen Eneisenung und Entmanganung direkt verbunden mit der Frage nach einer möglichen frühzeitigen Verstopfung des Bohrbrunnens.
Bei näherer Betrachtung wird jedoch deutlich, daß die Bohrbrunnen entgegen ersten Erwartungen eine wesentlich längere Lebensdauer als ohne UEE erreichen,
weil es bei ordnungsgemäßem Betrieb der Anlage keine Brunnenverockerungen mehr gibt. Der Grundwasserleiter ist in der Lage, die anfallenden Metalloxide über viele Jahrzehnte ohne Minderleistung der Bohrbrunnen aufzunehmen.
Durch Eintragung eines Sauerstoffüberschusses bildet sich eine wachsende Zone aufbereiteten Wassers um die Bohrbrunnen, sodass die Festlegung der Oxide im Boden mit zunehmendem Abstand vom Brunnen stattfindet.
Einzelheiten finden Sie in der Information zur Lebensdauer der Bohrbrunnen. Die darin dargestellten Vorgänge werden durch unsere inzwischen 25 jährige Erfahrung bestätigt.
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Unterwasserpumpen ohne (links) und mit UEE (rechts). |
Die unterirdische Wasseraufbereitung ist schon bei sehr kleinen Aufreinigungsleistungen, z.B. für den Haushalt, günstiger als oberirdische Systeme.
Insbesondere bei größeren Leistungen aber liegen die gesamten Investitionskosten inklusive Bohrbrunnen deutlich niedriger als bei herkömmlichen Filtern.
Sowohl bei den Anlagen selbst als auch beim Bauvolumen werden dabei erhebliche Kosten eingespart.
Da keine Filtermaterialien ausgetauscht und entsorgt werden müssen und auch keine Filterschlämme anfallen,
liegen die Betriebskosten bei gleichzeitig niedrigem Verbrauch an elektrischer Energie wesentlich günstiger als bei herkömmlichen Anlagen.
Da bei der unteridischen Enteisenung und Entmanganung der Aufbereitungsprozess im Grundwasserleiter stattfindet, ist im Gegensatz zu oberirdischen Verfahren nur eine minimale Wartung erforderlich.
Bei kleinen FERMANOX®- Wasseraufbereitungsanlagen muss einmal im Jahr der Schmutzfänger vor der Anlage überprüft werden, damit die Leistung der Sauerstoffanreicherung nicht durch Verstopfung abfällt.
Große Anlagen sind gänzlich wartungsfrei.
Die besondere Umweltfreundlichkeit des Verfahrens wurde von der EXPO 2000 mit der Goldmedaille bewertet.
Die diesbezüglichen Merkmale sind in einer gutachterlichen Stellungnahme zur Wirkungsweise der FERMANOX
®-Wasseraufbereitung
unter besonderer Berücksichtigung umweltrelevanter Auswirkungen von Herrn Prof. Dr.-Ing. Rott der Universität Stuttgart dargelegt.
Hervorzuheben sind:
- Der Energieverbrauch ist niedrig.
- Die Metalle, die im Grundwasserleiter aufgrund reduzierender Bedingungen gelöst wurden, werden im gleichen Grundwasserleiter lediglich an anderer Stelle wieder festgelegt.
Daher gibt es keine Abfallstoffe wie Filterschlämme und verbrauchte Filtermaterialien, die zu deponieren / zu entsorgen sind.
- Es werden keine Chemikalien eingesetzt.
Die Grundsätze zur unterirdischen Enteisenung und Entmanganung von Grundwasser sind in der Technischen Regel des DVGW (Deutscher Verband des Gas- und Wasserfaches) im Arbeitsblatt W 223-1 und W 223-3 festgeschrieben.